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Der Gott

Die alte Religion ist eine “ Duale Religion “, die neben der Göttin auch den Gott hat.

Dies steht im Gegensatz zur jüdischen, christlichen oder islamischen Buchreligionen, die auf einem reinen männlichen Kult basieren.

 

Diese Dualität, diese beiden Gegensätze sind es, aus denen sich alles entwickelt, alles entsteht und auch wieder vergeht.

 

Der männliche Gott symbolisiert die Verbunden-heit mit dem Tierreich, aus diesem Grund wird er auch als gehörnter Gott darge-stellt. Er ist Vegetationsgott, denn er beschreibt den Zyklus von Aussaat, Reifen und Ernten. Diesen Zyklus finden wir den Hochfesten wieder, in denen er als Herrscher des Totenreiches,  wiedergeborenes Licht, ungestümer Herrscher des jungen Jahres, Liebhaber der Göttin, eigener Vater und letztendlich heiliges Opfer ist.

Der Gott symbolisiert Transformation, während die Göttin ewig ist. Ihr Symbol ist der Mond das Symbol des Gottes ist die Sonne, auch wenn wir es in unserer Sprache komplett anders ausdrücken.

 

Wenn Du den Weg der Initiation gehst, dann wirst Du im zweiten Grad vom Gott geleitet. Dies ist eine sehr schwierige Zeit, da es hier um ungestüme und unkontrollierte Kraft geht. Sich seines animalischen Wesens bewusst werden und akzeptieren und zu transzendieren. Der Gott ist ein harter aber fairer Lehrmeister und nun ist es die Zeit sich aus dem Schutz der Göttin herauszuwagen in die Wildheit des Lebens.

Wurde die Göttin nach langem Kampf in die christliche Religion als Maria integriert und auch entsprechend erhöht, so wurde der Gott als direkter Konkurrent zum christlichen Gott dämonisiert.

 

Im Europa nördlich der Alpen gibt es zwar dunkle Gottheiten die auch äußerst unangenehm sein können, doch eine organisierte Hölle in der ein Dunkler Herrscher als Teufel lebt war gänzlich unbekannt. So hatten die Missionare erhebliche Schwierigkeiten das christliche Glaubensprogramm verständlich herüber zu bringen. In frühen schriftlichen Dokumenten finden wir die christlichen Grundgedanken