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goettin
Fundstück vor Jahren aus dem Internet. Leider keine Ahnung woher. Sollten Bildrechte verletzt werden bitte an mich wenden, ich würde dieses Bild mit bedauern entfernen.

Die Göttin

Und so schaute Sie in den gewölbten Spiegel  des schwarzen Raumes und Sie erkannte darin Ihr strahlendes Bildnis und verliebte sich in es. Durch die Kraft die in Ihr wohnte zog Sie es hervor, vereinigte sich liebend mit ihm und nannte es "Mira, die Wunderbare".

Ihre Extase brach als Lied über alles was ist und war und sein wird, und mit dem Gesang kam Bewegung, entstanden Wellen, die herauswirbelnd zu den Sphären und Kreisen aller Welten wurde. Die Göttin wurde von Liebe erfüllt, sie ward rund und warm vor Liebe und gebar einen Regen leuchtender Geister, welche die Welten erfüllten und zu Geschöpfen wurden.

Doch in der großen Bewegung wurde Mira hinweg gespült, und mit der Trennung von der Göttin ward sie immer männlicher. Zuerst war sie der Blaue Gott, der sanfte, der lächelte Gott der Liebe; dann der weinumschlungene Grüne Gott, der in der Erde verwurzelte, der Geist aller wachsenden Dinge. Schließlich wurde sie zum Gehörnten Gott, zum Jäger, dessen Antlitz der roten Sonne gleicht und doch finster ist wie der Tod. Doch immer zieht ihn Sehnsucht zurück zu der Göttin, so dass er ewig umkreist, trachtend, in Liebe wiederzukehren.

Alles hat seinen Ursprung in der Liebe. Alles sucht zur Liebe zurückzukehren. Liebe ist das Gesetz, die Mutter der Weisheit, die große Offenbarende der Mysterien.

( nach Starhawk, Der Hexenkult)

 

 

 

 

Vorbemerkung

Seit dem die Menschen sich religiöser Gefühle bewußt wurden, verehrten Sie die große Muttergöttin. Sie war die, die das Leben erschuf und es wieder nahm. Ihr Symbol war und ist der Mond. Sie war und ist die Mondin. Als Zeichen dafür entspricht der weibliche Zyklus dem des Mondes. Der Mond symbolisiert aber auch Rad des Lebens, die ewige Folge von Geburt, Tod und Wiedergeburt. So wie der Mond wächst und schwindet, so wächst und schwindet auch der Mensch.

 

Die Göttin erscheint als Dreifache Göttin. Sie hat drei Aspekte bzw. Manifestationen, die auch hier wieder ihre Entsprechung in den Phasen des Mondes widerspiegeln.

 

Die Weiße Göttin

Sie ist die Jungfrau, der zunehmende Mond. Sie symbolisiert den Beginn des Lebens , Geburt und Wachstum,  der rein und frei von allem Makel ist. Hier unterscheiden wir uns sehr von den Christen. Die Christen gehen von der Erbsünde aus, mit der alle Menschen belastet sind und die erst durch die Taufe getilgt wird. Wir Wicca kennen den Begriff der Sünde nicht, schon gar nicht bei den Wesen die noch unschuldig sind. Die Jungfrau ist Wachstum, ist Wissensdurst und der Beginn des Weges der Erfahrung.. Sie steht vor dem Erwachsen werden und in Ihr pulsiert das Leben. Ihre Sexualität ist noch nicht erwacht, doch Sie ist nicht asexuell wie die christliche Mariengestalt, sondern ist im Stadium der Reife.

 

Die Rote Göttin

Sie ist gereift, Sie ist der Vollmond, Sie ist die Liebe und der Kampf, so gibt es keine unbefleckte Empfängnis, sondern Sie ist die personifizierte Lebenslust. Zu Beltane (30. April) vereinigt Sie sich mit dem Gott und wird so zur Mutter , leidenschaftlichen Liebhaberin und liebevollen Gattin. Sie ist jedoch entgegen den patriarchalischen Religionen ( Christentum, Judentum, Islam ) nicht Objekt von Sexualität und mütterlichen Pflichten, sondern handelndes und bestimmendes Wesen. Ihr Wille ist es der Sie das werden lässt, was Sie ist und nicht Ihre Pflicht. Sie steht auf dem Höhepunkt Ihrer Entfaltung.

 

Die Schwarze Göttin

Im letzten Aspekt ist Sie die Greisin. Hier agiert Sie als liebende, weise Großmutter, als dunkle Zerstörerin und als Begleiterin in den Tod. Viele mögen sich bei dieser Vorstellung erschrecken, doch ist der Tod und die zerstörerische Kraft der Natur nicht die Schaffung von neuem Leben. Wir sterben um Platz für unsere Kinder und Kindeskinder zu schaffen und um Wiedergeboren zu werden. Ein Waldbrand säubert den Wald vom Unterholz und in Australien benötigen einige Bäume das Feuer um überhaupt Ihre Frucht zum keimen zu bringen. Die Tod und Zerstörung bringenden Überschwemmungen bereiten ja auch den Boden für eine neue Ernte vor.

In unserer modernen Welt ist das Rad des Lebens nicht mehr vollständig. Alter und Tod wurden aus der Gesellschaft verbannt. Die Natur wird als grausam und gewalttätig empfunden und sie muß gezähmt werden. Das Wort des Christengottes: "Macht Euch die Erde untertan war ein Sakrileg gegen die Göttin. Sie ist unsere Mutter, Sie gibt uns Essen und Trinken, freiwillig, weil Sie es will und weil Sie uns liebt. Wir sind ihre Kinder und Sie läßt uns nicht allein,wir brauchen Sie nicht zu unterwerfen.

 

Die Verhüllte Göttin

Die Verhüllte Göttin ist nicht direkt ein Aspekt der dreifachen Göttin. Sie ist das Symbol für die Abwendung der Menschen von ihrer Mutter. Doch wenn sich die Menschen von Ihr abwenden, so verhüllt Sie Ihr Antlitz und Verwirrung und Chaos ergreift die Menschheit. Dunkelheit und Vernichtung kommt über die Erde. Nichts bleibt wie es war, Blut und Tränen ertränken die Liebe und das Leben. Doch es ist nicht die Dunkle Göttin des Todes die Ihr Werk verrichtet, sondern es ist das Chaos, die Gewalten des Kosmos, die ohne die lenkende Hand der Göttin agieren.

 

Das Gesetz der Göttin

 

"Tu was du willst, aber schade keinem anderen."

"Liebe alle Wesen, das ist mein Gesetz"

"Ich verlange nicht dass etwas für mich geopfert wird"

 

Das sind Ihre Anforderungen an uns. Wenn wir die Natur und die Wesen, die in Ihr leben mit Ehrfurcht und Respekt behandeln, so werden wir das Rad des Lebens verstehen.

 

Wer den Weg der Initiationen geht, der steht im ersten Grad unter dem Schutz der Göttin. In Ruhe und Sicherheit kannst Du Dich auf deinen Weg vorbereiten. Nichts kann Dir auf Deinen ersten Schritten passieren.

 

 

Die Namen der Göttin

Die Göttin hat viele Namen in den Ländern und bei den Völkern und Stämmen der Erde. Hier sind einige aufgelistet:

 

  • Cerridwen 

walisisch, kletische Mond- und Herbstgöttin, dunkle Muttergöttin

  • Demeter

griech. Göttin des Ackerbaus und der Feldfrucht, Schwester des Zeus, Mutter der Persephone; Hauptkultstätte war Eleusis. Bei den Römern entsprach ihr Ceres.

  • Ceres

röm. Göttin der Feldfrucht.

  • Artemis

die jungfräul. Jagdgöttin der Griechen. Tochter des Zeus und der Leto, Zwillingsschwester Apollons.

  • Diana

röm. Göttin der Jagd, der griech. Artemis gleichgesetzt.

  • Hekate

 griechische dunkle Mondgöttin, weise Alte

  • Freyja

(Freia, Freya) [altnord. >Herrin<], in der altnord. Mythologie die Ur- und Erdmutter aus dem Göttergeschlecht der Wanen; später mit Frigg verbunden.

  • Gäa

(Gaia), bei den Griechen die göttl. >Urmutter Erde<, die alles Sterbliche hervorbringt und wieder in sich aufnimmt.

  • Astarte

im AT Aschtoret genannte kanaanäische Fruchtbarkeitsgöttin; in Babylonien entspricht ihr Ischtar.

  • Bastet

ägypt. Göttin der Freude und Liebe, in Menschengestalt mit Katzenkopf oder ganz als Katze dargestellt.

  • Nut

ägypt. Himmelsgöttin.

  • Tiamat

sumerisch-babylonische Muttergöttin ( Dia Mater )

  • Kybele

lat.Cybele, Magna mater, grch. Megale meter ["die grosse Mutter"] ursprünglich kleinasiatische Naturgottheit der griech.-röm. Religion, in Wäldern und Bergen verehrt.