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Ostara

um den 21. März

Planetenbezug: Mars

Themen: Vitalität, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, sexuelle und spirituelle Kraft, Mut, Erwachen

Die junge Göttin erwacht aus ihrem Schlaf, das weisse Kleid des Todes weicht unter der Wärme des erstarkenden jungen Gottes erwacht die Sehnsucht nach Wärme, Licht und Vereinigung!

Es ist die Zeit des Frühlingsequinox, der Frühjahrstagundnachtgleiche. Noch hat sich der Winter nicht zurückgezogen, doch es ist das letzte Aufbäumen der Dunkelheit und Kälte. Es ist die Zeit des Lichtes, die Zeit in der die Säfte steigen, die Zeit in der die Natur nun völlig erwacht aus ihrem Schlaf.

Das göttliche Paar lernt sich kennen, es neckt sich, tollt herum aber es ist sexuell noch nicht erwacht. Doch dieses Zusammensein der beiden symbolisiert die zukünftige Fruchtbarkeit. Aus diesem Grund sind die Symbole dieser Zeit das Ei und der Hase. Beides sind Symbole der Fruchtbarkeit. Diese urheidnischen Symbole finden sich auch im christlichen Osterfest wieder.

Eine Besonderheit des christlichen Osterfestes ist, das es sich sowohl am Frühlingsequinox orientiert als auch am Vollmond. Das christliche Osterfest fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlingstagundnachtgleiche.

Das christliche Osterfest hat bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit dem Attiskult um die phrygische Göttin Cybele. Dieser Kult kam aus Kleinasien nach Rom und wurde dort dann sehr stark. Auch Attis wird geopfert, tritt seine Reise in die Unterwelt an. Nach drei Tagen, also nach der eigentlichen Tagundnachtgleiche steht er als Sonnengott wieder auf, denn nun herrscht das Licht tatsächlich über die Nacht. Der Attiskult war ein sehr blutiger Kult in dem sich die Priester zu diesen Feierlichkeiten selbst kastrierten. In Neuss bei Düsseldorf ist bei Bauarbeiten der einzige Cybele Taufkeller jenseits der Alpen gefunden worden.

Das Christentum hat uns nun einen Osterbrauch beschert, der Eindeutig aus den südlichen Länder kommt. Denn Tod und Auferstehung in diesem Zusammenhang findet sich bei uns nicht. Unser jugendlicher Gott bringt sein Opfer zu einem späteren Fest. Dieses Thema der Auferstehung müssen wir wohl den klimatischen Unterschieden zuordnen. Während in den südlichen Ländern zu dieser Zeit die Saat schon aufgeht, also der Aspekt des Sterbens des Saatkorns in der Erde ( Symbol der Reise in die Unterwelt ) und nun das erstarken der neuen Pflanze ( Auferstehung ) ist bei uns der Aspekt des Säens im Vordergrund. Denn traditionell beginnt die Arbeit auf den Feldern erst nach der Frühlingstagundnachtgleiche.