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( der Grazer Völkerkundler und Lateinamerika-Missionar Msgr. Dr. Anton Lukesch, Ehrendoktor der Universität Wien; zit. nach Südwind, H. 1/2, 1992 )
Nichts vernichtet eigenständige Kulturen mehr als der Verlust der eigenen Wertvorstellungen und des eigenen Glaubens. Auch heute noch vernichten auf dieser Welt Missionare Stämme und Volksgruppen in dem sie sie kulturell entwurzeln und ihnen ihre Moral- und ihre Glaubensvorstellungen rauben.
Vor allem die katholische Kirche hat sich seit jeher an Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Ausrottung von Kulturen und Völkermord schuldig gemacht. Alle Entschuldigungen sind bisher halbherzig geblieben und habe sich auf Fehlverhalten einzelner, aber nie auf die " Mutter Kirche" bezogen!
Selten hört man dann mal einen der Missionare sinnieren, wie man denn die Kultur der Amazonasindianer retten kann und ihre Seelen. Wohl an der schon mal so denkt, doch im Endeffekt muss er ihre Seelen retten und da hat das irdische Überleben einen geringeren Stellenwert.
Keine Religion, kein spiritueller Weg ist besser oder schlechter als der andere. Doch es sind die Menschen die ihre Religion oder Ihren spirituellen Weg als den einzig Wahren Weg darstellen. Wir müssen uns immer klar sein: Es ist unser Weg ganz alleine. Es sind die Göttinnen und Götter die uns, und nur uns allein den Weg weisen. Kein anderer Mensch, keine Buch sind Gesetz und Herrscher über unseren persönlichen Glauben und unserem persönlichen spirituellen Weg.