!
!
athame_bolline

Der rituelle Dolch

Hexen sind im Besitz zweier Ritualmesser. Eines mit weißem Griff, das Bolline und eines mit schwarzem Griff, das Athame.

 

Eines sei hier mit allem Nachdruck zu vermerken, Hexen benutzen ihre Ritualmesser nicht für Blutopfer.

 

Hexen opfern keine Tiere oder Menschen. Opfergaben an die Göttinnen und Götter sind Blumen, Steine, Räucherwerk, persönliche Gegenstände, Wein, Brot oder Kuchen und ähnliches, doch niemals wird Blut vergossen. Dies noch einmal in aller Deutlichkeit, auch an jene gerichtet, die Hexen und Heiden immer noch solche Dinge unterstellen.

Das Athame

 

Dies war meine alte Beschreibung:

„Wie schon beim Zauberstab erwähnt, hat sich die Zuordnung des magischen Messers zu einem Element in der Vergangenheit, vor allem durch die Arbeit des Order of the Golden Dawn, verändert. Viele orientieren sich hieran und ordnen das Athame der Luft und somit dem Osten zu.“

 

Das Athame ist für mich das zweite magische Werkzeug und es ist zwei Elementen zugeordnet und zwar denen die wir als „Aktive Elemente“ bezeichnen, also dem Feuer und der Luft. Das Athame repräsentiert das männliche Prinzip.

 

Eisen hat eine besondere Eigenschaft Energien zu speichern, viele Sagen berichten von magischen Schwertern, die ja nicht anderes sind als große Messer, mit besonderen Fähigkeiten. Eines der berühmtesten Schwerter ist wohl Excalibur, da legendäre Schwert König Artus.

 

Der schwarze Griff dient dem Schutz. Schwarz ist eine Schutzfarbe und hat die Fähigkeit Energien zu absorbieren. Das Messer steht als phallisches Symbol für den Gott. In der rituellen Vereinigung von Gott und Göttin wird das Athame in den Kelch (Symbol der Göttin) getaucht.

 

Das Bolline

 

Das weiße Messer dient nicht dem Lenken von Energien, sondern dem Schneiden. Es wird genutzt um Ritualkuchen zu schneiden, Kräuter, Blumen etc. Ein weiteres Feld der Nutzung ist das Schnitzen und Zeichnen von magischen Symbolen in Ton, Sand, Holz, Amuletten oder Kerzen.

 

Einige Traditionen verlangen, das auch das Bolline nur im magischen Kreis benutzt werden darf, doch wie sollen wir dann Blumen, Kräuter oder Korn schneiden, ohne jedes Mal einen rituellen Kreis zu ziehen. Das Schneiden unterliegt einer entsprechenden magischen Handlung, die Achtung und Respekt vor dem zu schneidenden Objekt, doch nicht einem Ritual das entsprechende Kräfte und Energien heraufbeschwört und deshalb vor dem Profanen Raum geschützt werden muss, bzw. das Profane vor einer unkontrollierten magischen Energie.

 

Ein wichtiger Hinweis:

Der Besitz eines solchen Messers unterliegt dem Waffenrecht, das zwar den Besitz eines langen Schlachtermessers oder Küchenmessers oder eines Teppichmessers für unproblematisch hält, doch Dolche für gemeingefährliche Waffen hält. Hier wirken die langen Schatten der Nazizeit nach. Sei es drum, wir müssen damit leben. Also zweischneidige Dolche dürfen in der Öffentlichkeit nicht getragen werden. Solltet ihr ins Ausland fahren, lasst es zu Hause, denn bei Polizei oder Grenzkontrollen könnt ihr es verlieren. Eine Freundin von uns durfte ihr Athame beim Schweitzer Zoll abgeben und hat es nie wiedergesehen.

Für unsere Schweizer Freunde: Wenn Ihr ein Athame oder Bolline im Ausland bestellt, dann müsst Ihr beim Zoll eine Einfuhrgenehmigung beantragen und dabie begründen warum Ihr den Dolch bestellt.

Also handelt mit Vorsicht und Überlegung. Verstaut es gut, wenn ihr zu einem Ritualplatz geht.

Ein Tipp: Wenn ihr beim Bolline eine Seite abstumpft und das Athame auf beiden Seiten Abstumpft sind es nur noch Dekrationswaffen. Viele Hexen sehen es nicht mehr als absolut notwendig an, dass das Athame absolut scharf geschliffen sein muss.